Einbindung ins Schulcurriculum

Grundschule Trillfingen

„In der Grundschule Trillfingen ist „ScienceKids: Kinder entdecken Gesundheit“ in den Regelunterricht integriert worden. Hier werden plötzlich in der Mathestunde Rechen- und Sachaufgaben rund um die ScienceKids-Themen gestellt, in der Deutschstunde die Einkaufsliste für das gesunde Frühstück geschrieben und der Weg der Nahrung ist spannendes Aufsatzthema. Die ScienceKids-Module sind in den Fächerverbünden Mensch-Natur-Kultur und Bewegung, Sport und Spiel mit vielen praktischen Versuchen und Experimenten ausprobiert worden. Dabei gingen die Schüler auch den Fragen nach, warum eine Biogurke eigentlich mehr kostet als eine normale Gurke und welches Müsli im Supermarkt denn wirklich gesund ist.

Mit regelmäßigen Bewegungspausen im Unterricht, einem bewegungsfreundlich gestalteten Pausenhof und dem wöchentlichen Sportnachmittag im Rahmen der Nachmittagsbetreuung kommt die Bewegung in der Grundschule Trillfingen sicher nicht zu kurz.

Das umfassende Partnernetzwerk mit den örtlichen Obst- und Gemüseanbietern, der Kindersportschule vor Ort, einem Mineralwasserhersteller und dem Förderverein der Grundschule Trillfingen zeigt, wie engagiert ScienceKids im Schullalltag umgesetzt und so nachhaltig im Schulcurriculum verankert werden kann.” (Auszug aus der Laudatio)

ScienceKids: Kinder entdecken Gesundheit“ im Unterricht

Angewendete Experimente

  • 01.03 01.03 Die Achterbahn in meinem Bauch

Kinderfragen (Klasse 1)

  • „Wie sieht es in mir drin aus?”
  • “Weshalb sieht das, was auf der Toilette rauskommt, so anders aus als das, was ich gegessen habe?”
  • „Warum wird man überhaupt dick?“
  • „Stimmt es, dass man nur dick wird, wenn man viele Süßigkeiten isst?“

Praxiserfahrungen der Schülerinnen und Schüler? – Das hat den Schülern besonders gut gefallen!

  • „Ich fand es toll, dass wir alles selbst ausprobieren durften.“ (Speiseröh-renversuch, Messung des pH-Wertes, Modell der Nährstoffabgabe durch die Darmwand)
  • „Ich fand es am besten, als wir an der Puppe in unseren Bauch rein-schauen konnten und dass man den Magen und so sogar rausholen konnte.“ (Torso)
  • „Ach so, jetzt weiß ich, warum meine Mama immer sagt, ich soll gründlich kauen!”

Praxiserfahrungen der Lehrkräfte? – Das hat bei der Umsetzung der Unter-richtsmodule besonders geholfen (Arbeitsblätter, Checklisten)

  • „Die in den beiden Bänden vorgestellten Module sind sehr praxisorientiert aufbereitet und auch die Aufgliederung in Hintergrundinformationen, Checklisten und Durchführungshinweise erleichtert die Arbeit. Man merkt, dass die Module nicht nur am Schreibtisch erdacht, sondern auch mit Kindern ganz konkret erprobt worden sind.“
  • „Außerdem ist die ScienceKids-Internetseite und ihre Mitmachwerkstatt eine wichtige Plattform zum Austausch von Erfahrungen, Materialien. Nach der Durchführung eines Moduls habe ich mir eine Materialkiste zusammengestellt, sodass ich die benötigten Utensilien beim nächsten Durchgang sofort parat habe. Diese Vorgehensweise würde ich auch jeder Schule empfehlen, die auf lange Sicht mit ScienceKids arbeiten möchte, denn der Vorbereitungsaufwand verringert sich enorm (vor allem dann, wenn mehrere Kollegen zusammenarbeiten!).”

Veränderungen der Schüler? –Das sagen die Lehrkräfte!

  • „Besonders eindrucksvoll ist, wie die Kinder nun auf das von der Mutter eingepackte Pausenbrot reagieren, nachdem wir viele der laut Werbung angeblich gesunden Lebensmittel unter die Lupe genommen und ein gesundes Schulfrühstück zubereitet hatten. Ein Kind meinte zum Beispiel: ‚Oh, Mann, jetzt hab ich schon wieder eine Milchschnitte da-bei! ‘“ (Diese Schnitte wurde von den Erstklässlern im Unterricht übrigens in ‚Zuckerschnitte‘ umgetauft!)“
  • „Viele Kinder zeigen auch stolz ihr gesundes Pausenbrot, nehmen also bewusst wahr, was sie essen.“
  • „Eine Mutter berichtete völlig überrascht: ‚Mein Kind isst seit Neuestem Salat, zwar nicht viel, aber ein paar Blättchen. Weil es gesund ist.“
  • „Immer wieder werden Überlegungen angestellt, wie lange die Kinder sich wohl für ein bestimmtes Nahrungsmittel (zum Beispiel Schokorie-gel) bewegen müssten.“

Unterstützung im Partnernetzwerk
Die Schule arbeitet unter anderem mit KISS, der Kindersportschule in Eyach, zu-sammen, einem lokalen Mineralwasserhersteller (Projekt „Trinken im Unterricht“) und ein örtlicher Anbaubetrieb von biologischen Lebensmitteln ist Partner der Schule.

Der Förderverein der Grundschule Trillfingen unterstützt die Anschaffung der Pau-senspielgeräte und beteiligt sich tatkräftig an der Umsetzung verschiedener Projekte.

Schulprofil

Bewegungsangebot
Die Schule ist eine „Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwer-punkt“ (GSB). Die zweite Bewegungspause dauert zehn Minuten. Den Kindern stehen ein großer Pausenhof und allerlei Spielzeug (Seile, Bälle, Reifen, Stelzen) zur Verfügung. In Bad Imnau (Klasse 3 und 4) wurde in einer groß angelegten Aktion der Pausenhof bewegungsfreundlich umgestaltet. Das Konzept beinhaltet eine Hügellandschaft mit Baumstämmen zum Klettern und Balancieren sowie einen Gurtsteg, eine Fläche zum Fußballspielen und eine Tischtennisplatte. Im Frühjahr 2010 werden in Trillfingen für die Erst- und Zweitklässler außerdem Hüpfspiele auf den Pausenhof aufgemalt.

Verpflegungsangebot
Jedes Kind bringt sein Pausenbrot von zu Hause mit. Zehn Minuten vor Beginn der ersten Bewegungspause (15 Minuten) vespern alle gemeinsam im Klassenzimmer, während die Klassenlehrerin vorliest.

ScienceKids-Auszeichnung für: Einbindung ins Schulcurriculum

Kontakt
Grundschule Trillfingen
Ansprechpartnerin: Frau Verena Fischer
Adresse: Am Nonnenhof 3, 72401 Haigerloch
E-Mail: fischerverena@aol.com