Die Wissenschaft hinter ScienceKids

1. Vom Wissen zum Handeln – Hands on Science

Kinder sind neugierig und voller Wissensdurst. Was? Wie? Warum? – Ihre Fragen sind daher der Grundstein von „ScienceKids: Kinder entdecken Gesundheit“. Abstrakte Erklärungen eines Frontalunterrichts gehen meist an ihrer Motivation vorbei. Im Projekt ScienceKids dürfen Kinder daher selbst ausprobieren und Antworten auf ihre Fragen finden. Können sie wichtige Zusammenhänge von Ursache und Wirkung ganz persönlich erfahren, übertragen sie die gemachten Erfahrungen auch auf ihren Alltag.

Mit allen Sinnen, mit Kopf und Bauch

Die Präventionsforschung zeigt: Wissen um gesunde Ernährung und Bewegung allein führt nicht zu gesundheitsförderlichem Verhalten. Dazu braucht es eine erlebnisorientierte und praktisch erfahrbare Ernährungs- und Bewegungsbildung. Sie muss Kinder mit allen Sinnen, mit Kopf und Bauch ansprechen.

Daher heißt es auch bei ScienceKids: Berühren und Bewegen erlaubt. Denn wie Hirnforscher bestätigen, hinterlässt das praktische Tun andere Erinnerungs- und Gedächtnisspuren als das theoretische Wissen.

Staunen und Begreifen

„ScienceKids: Kinder entdecken Gesundheit“ bietet Lernumgebungen, die bei Kindern einen Prozess des Staunens in Gang setzen. Beispiel Thema „Energie“: Theoretische Grundlagen sind leicht und schnell erklärt. Doch um Kindern eine ganzheitliche Vorstellung von Energie zu vermitteln, macht ScienceKids das Thema im wahrsten Sinne „be-greifbar“. Kinder strampeln auf einem Ergometer den Energiegehalt eines Apfels, eines Joghurts oder eines Schokoriegels ab. Für einen Apfel müssen sie viel weniger in die Pedalen treten als für einen Schokoriegel! Was „Energie“ bedeutet, hat in ihrem Kopf und Körper nachhaltige Spuren hinterlassen. Ganz nach Jean Piaget: „Wenn wir einem Kind etwas beibringen, dann nehmen wir ihm für immer die Chance, es selbst zu entdecken!“

2. Ernährung und Bewegung gehören zusammen

Damit Kinder verstehen, wie ihr Körper funktioniert und was ihm guttut, müssen sie es selbst erleben: Spüren, wie sich Muskeln anspannen; erfahren, wie sich ihr Körper in Bewegung anstrengt; fühlen, mit welchen Sinnen wir Dinge wahrnehmen oder schmecken.

An der Entwicklung von ScienceKids waren von Beginn an Wissenschaftler der Ernährungs- und Bewegungsbildung gleichermaßen beteiligt. Gemeinsam haben sie die Themen, Inhalte und „Schnittmengen“ von Ernährung und Bewegung herausgefunden, die sich für „handlungsorientierte Gesundheitsbildung“ besonders gut eignen.

So entstanden die fünf „Themenknoten“ – Anatomie & Physiologie, Energie & Energiewandel, Wasser & Wirkstoffe, Sinne & Wahrnehmung; Lebensmittel herstellen & genießen. – Die Verknüpfung von Bewegungs- und Ernährungsbildung steht hier immer im Vordergrund.

Diese interdisziplinäre Perspektive und der handlungsorientierte Ansatz tragen dazu bei, dass Kinder Themen der Ernährungs- und Bewegungsbildung für sich persönlich fruchtbar und produktiv machen können.