Die Wissenschaft hinter ScienceKids
Den Körper bewohnen lernen
Wie bei „ScienceKids für die Primarstufe“ baut auch das Konzept der Sekundarstufe auf einem handlungsorientierten Ansatz auf. Kinder leben die Welt, so wie sie ist. Jugendliche dagegen „er-leben“ die Welt und lernen, sie zu gestalten. Sie finden heraus, wie sie sind und wie sie sein wollen .
Bei den jüngeren Kindern stehen noch ihre Neugier und ihr Forscherdrang im Mittelpunkt. Lernangebote für Jugendliche brauchen jedoch einen engeren Bezug zu ihren Interessen, Entwicklungsaufgaben und ihrer Peergroup.
Die körperlichen Veränderungen in der Pubertät und Adoleszenz haben für Jugendliche eine ganz besondere Bedeutung. Die körperliche Identität, die Akzeptanz des Körpers in der Peergroup, Attraktivität und Körperbild sind wichtige Themen von Heranwachsenden.
Innovative Gesundheitsbildung muss daher den eigenen Körper in den Mittelpunkt stellen.
Kohärenz und Selbstwirksamkeit
Kohärenz als ein Lebensgefühl von Stimmigkeit, Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit ist für den verantwortungsvollen Umgang mit sich, den erlebten Belastungen und dem eigenen Körper von zentraler Bedeutung.
Lernen Jugendliche, ihre persönlichen Ressourcen wie soziale Kompetenz und Selbstwertgefühl abzurufen, fühlen sie sich auch schwierigen Situationen gewachsen. Sehen sie dazu noch einen Sinn in ihrem Tun und ihrem Lebensweg, so sind wesentliche Grundlagen für einen gesunden Lebensstil gelegt.
Iss dich schön!
Dass Ernährung die Gesundheit und damit auch Wohlbefinden und Aussehen positiv beeinflussen kann, müssen Jugendliche oft noch lernen.
Mit zunehmender Selbstständigkeit sind sie täglich dem Supermarkt-, Snack- und Fast-Food-Dschungel ausgeliefert.
Jugendliche sollten daher rechtzeitig die wichtigen Funktionsweisen ihres Körpers verstehen lernen. Erwerben sie Kompetenzen, verschiedene Lebens- und Ernährungsstile zu beurteilen, dann können sie auch selbst Alternativen dazu finden.
Handlungsorientierte Gesundheitsbildung kann hier wichtige Grundlagen schaffen: Mit dem Wissen, was der Körper braucht und was ihm guttut, welchen Einfluss Werbung auf uns hat oder welche Nährstoffe wirklich in Lebensmitteln stecken.
Volles Risiko
Jugendliche sind auf der Suche nach ihrem Selbst. Auf diesem Weg probieren sie sich aus. Die Abgrenzung von Eltern und Autoritäten und der Wunsch nach Unabhängigkeit gehören dazu. Diese Suche ist nicht selten mit Stress verbunden. Je nach Selbstwertgefühl kann das erhöhte Risikoverhalten der Jugendlichen der Versuch sein, mit Unsicherheit und Belastungsgefühlen umzugehen.
„Pass auf!“ „Sei vorsichtig!“ – Für Risikobotschaften sind Jugendliche meist nicht empfänglich. Den Energien und Ressourcen ihres Körpers gegenüber zeigen sie sich jedoch häufig aufgeschlossen. Sport und Bewegung können hier ideale Brücken sein. Wer Körperfunktionen und -reaktionen erfährt, kann auch neue Formen der Körperkontrolle erlernen.
Wissenschaftsdossier
Im Wissenschaftsdossier finden Sie die Kurzfassungen der Interviews mit allen Wissenschaftlern. Ihre Positionen, wissenschaftlichen Hintergründe und Empfehlungen für das Projekt. Hier können Sie es herunterladen:
- wissenschaftsdossier.pdf (2 MB)